Obwohl von allen Himmelsrichtungen angefahren trafen wir uns (15 Reisende mit 14 Harleys) gewohnt pünktlich am Donnerstag, 14. August auf der Autobahnraststätte Neuenkirch. Ein kurzes Briefing und los ging die Reise mit RC Ruedi Halter um 7.20 Uhr. Nicht mit dabei waren aber – oh Schreck – wichtige Reisedokumente und insbesondere eine Geldbörse. Doch keine Aufregung – Martin nimmts gelassen und fährt in eigener Manier nach Brunnen zurück.
Bei hohem Auto- und insbesondere regem Lastwagenverkehr ging die Fahrt los Richtung Basel, dann etwas entspannter durch das Elsass. Weiter Richtung Nord bis Ensdorf/Saarlouis und entlang der Saar. Von Mettlach weiter über Land bis Trier, miteingeschlossen die notwendigen Kaffeepausen und den Mittagslunch.
Wir staunten nicht schlecht, als bei unserer Abreise nach der Mittagspause auf der Autobahnraststätte in Saarlouis/FR Martin schon wieder frisch und munter angefahren kam.
Es war eine besondere Anreise. Die Wetterprognosen mit den hohen Temperaturen hielten ihr Wort, doch der Fahrwind machte es gerade noch erträglich. Weniger erträglich war es für gewisse Navi-Geräte. Und so «genossen» wir mit einer Zusatzschlaufe – nebst der Wärme – auch die reizvolle Landschaft. Bei der Hotelzufahrt wurden wir von Erika, Hans und Esther empfangen und so war nun unsere Truppe mit 18 Personen vollständig. Glücklich und zufrieden parkierten wir vor dem Zimmerbezug die Harleys in der Tiefgarage vom Hotel Best Western in Trier.
Der Freitag, an Mariä Himmelfahrt, mit minimalen 2 Grad weniger heiss aber immer noch über 30 Grad, führte uns Ruedi entlang der herrlichen Römischer Weinstrasse an der Mosel bis Bernkastel Kues. Nach der individuellen Mittagsrast mit Shoppingmöglichkeiten ging es – in keiner Weise weniger attraktiv – entlang des Höhenzuges zurück nach Trier. An- und Rückreise – eine phantastische Tagesroute mit unvergesslichen Ausblicken.
Wie am Donnerstag verbrachten wir auch am Freitag den Abend in der Altstadt von Trier. Auf Grund der wiederum abendlichen Temperaturen erlaubten wir uns aber die Aufhebung einer WTC-Gepflogenheit – das WTC-Gilet liessen wir im Zimmer.
Der Samstag – der Museumstag. Obwohl sich hierzu alle angemeldet hatten, hatte ich meine Skepsis gegenüber Museumsbesuche. Doch unser RC Ruedi konnte auch mich mit seinem immensen Wissen und in der Kürze liegt die Würze schon in den Barbara-Thermen ins Bann ziehen. Nach einem Spaziergang durch Trier erfreuten sich auch die Konstantin-Basilika und der Trier-Dom über unseren Besuch. Nach dem Mittag ging es dann ganz spektakulär und unterhaltsam zu und her. Die Porta Nigra ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und zählt zum UNESCO-Welterbe. Hier empfing uns ein echter römischer Zenturio und erzählte uns mit seinem Wissen und seiner Darstellungskunst die Geschichte rund um Porta Nigra. Einfach grossartig.
Dann gab es einen freien Nachmittag zum Lädele, Geniessen und/oder Faulenzen. Um 19.00 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Nachtessen im Garten zum Domstein.
Nach dem Essen war eine besondere Attraktion angesagt – die Auflösung des Wettbewerbs anlässlich der Museumsführung.
Preise für die vollständig richtigen Antworten haben Daniela, Alois, Adrian, Hans und Erika erhalten – herzliche Gratulation.
Eine weitere ganz besondere und persönliche Attraktion folgte sogleich, inszeniert und vorbereitet von Erika und Hans. Ruedi Halter amtete mit dieser Fahrt mit Ziel nach Trier seine letzte offizielle RC-Tour. Hans und Erika kauften ein T-Shirt beim dortigen HD-Dealer und wir von der Reisegruppe durften das Shirt mit unseren Unterschriften bereichern. Mit sehr persönlichen und echt wertschätzenden Worten übergab Erika das Shirt an den überraschten und freudestrahlenden Ruedi. Doch auch Hans hatte eine Überraschung – insbesondere für heisse Tage mit verlässlicherem Navi. Hans übergab Ruedi einen altehrwürdigen Armband-Kompass mit Sonnenuhr. Erika und Hans haben Ruedi, aber auch die ganze Reisegruppe auf sympathische Art überrascht – dazu gehörte dann natürlich auch ein gehöriger Applaus, für unseren RC Ruedi und an Erika und Hans.
Danach noch einen Trink vor dem Schlafengehen wie üblich im Garten vom Best Western Hotel.
Am Sonntagmorgen – mit klar angenehmeren Temperaturen – wurden die Harleys von der Garage geholt und säuberlich auf dem Hotelvorplatz aufgestellt. Bevor wir uns auf die Sitze schwangen, verabschiedeten wir uns von Erika und Hans, die in den Schwarzwald weiterfuhren. Auch Erich und Esther schöpften ihre freien Tage aus und fuhren Richtung Rüdesheim.
Wir von der restlichen Reisetruppe setzten uns auf unsere Maschinen und begaben uns auf die Heimstrecke analog der Anreise. Einen echt rüdigen Auftritt hatten wir dann aber schon noch – auf einem zufällig angehaltenem Parkplatz sprangen doch einige Members wie von Sinnen von ihren Harley-Sitzen – direkt auf dem kürzestem Weg an den unmittelbar nahen Waldrand, resp. verschwanden im Gebüsch des Waldes und genossen ihre Minuten der Wohlfühloase.
In Pratteln verabschiedeten wir uns und fuhren vollgepackt von eindrücklichen unfallfreien Tagen und Erlebnissen – getrennt nach Hause.
Ruedi – du hast uns mit wertvollen Stunden in Trier und an der Mosel bereichert. Ausser der Hitze und dem immensen Strassenverkehr Neuenkirch-Basel wurden wir nicht gestresst. Wir haben die Zeit mit Dir im Kreise des WTC voll genossen – Du hast uns auch Freiraum geschenkt für die persönliche Gestaltung – du hast für uns ein sehr gutes Hotel ausgewählt und du hast uns vorbildlich geführt – dafür sagen wir alle dir von ganzem Herzen Danke-Schön. Schön, dass wir Dich weiterhin in unserem Kreis haben dürfen.





































































































